Das Bulletin zum Jahr 2001 des «Leseforum Schweiz» liegt in leicht modernisierter Aufmachung vor Ihnen – ein Zeichen dafür, dass es als Spiegel aktueller Entwicklungen in der Leselandschaft auch selber wandlungsfähig bleibt. An der Zielsetzung des Leseforums hat sich nichts geändert, und Zeichen dieser Kontinuität und der Ausrichtung auf die Aktualität «Lesen» sind die Schwerpunkt-Themen dieses Heftes. Sie haben sich wieder von selber ergeben und zum bunten Strauss von Beiträgen zusammengefunden. Mehr
Da ist einmal die historische Perspektive: die Beiträge von A. Messerli zur Alphabetisierung der Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert und von J. Güntner zu Rechtschreibreform und Nationalsozialismus. Von ihnen spannt sich der Bogen zu Fragen heutiger Lese- und Schreibkompetenz angesichts der neuen Medien (A. Bertschi-Kaufmann, Chr. Yerly) und zum neuen Schreibstil, den Jugendliche in ihren Korrespondenzen per e-mail und SMS entwickeln (M. Wyss). Dazu gleichsam als Reaktion und Antwort die Studien und Berichte aus der Schulpraxis, die den Hauptteil dieses Heftes ausmachen. Und schliesslich der immer wieder faszinierende Bereich des Bilderbuchs, das kunstvolle Zusammenwirken von Bild und Text (B. Gromer, S.21).
Das Leseforum Schweiz ist als Ort konzipiert worden, «von wo sich die Fangnetze der Neugier ins Buchstabenmeer der Schriftlichkeit auswerfen lassen»: wie ihn Anna Katharina Ulrich 1993 im zweiten Bulletin umschrieben hat. Indem wir die Gründerin des Leseforums zitieren, danken wir ihr, da sie einen runden Geburtstag feiern kann, für die jahrelange Arbeit und Unterstützung. Sie hat geholfen, das Netz zu stärken, so dass es auch heute seine Fänge an Land ziehen kann.
Die Redaktion
Daniel Ammann, Barbara Helbling, Verena Rutschmann, Denise von Stockar