Die Herausgeberinnen des Bulletins Leseforum Schweiz freuen sich, Ihnen das Bulletin 1999 mit deutschem und französischem Geleitwort vorzulegen. Es ist Zeichen für die verstärkten Kontakte über die Sprachgrenze hinweg und für das wachsende Interesse, das dem Leseforum in der Romandie entgegengebracht wird. Besonders wichtig wird der Gedankenaustausch zwischen beiden Sprachregionen zu Fragen der Sprach- und Lesekompetenzen in unserer zunehmend multikulturellen Gesellschaft.Die Themenschwerpunkte für das Heft haben sich von selbst ergeben: Aktuelle neben stets wiederkehrenden Themen der Forschung und der Praxis im täglichen Umgang mit Lesefragen. Mehr
Der nachdenklich stimmende Forschungsbericht zur Lesekompetenz der erwachsenen Bevölkerung unseres Landes wird von F. Stoll und Ph. Notter kommentiert; wie Hilfe möglich ist, zeigen die von H. Hügli und E. Niesper vorgestellten Kurse “Lesen und Schreiben für Erwachsene”. Auf die unverändert wichtige Früherfassung und eine Therapiemöglichkeit von Dyslexie geht P. Haase ein; S. Bertschinger erzählt dazu den Fall aus der Praxis. Das umgekehrte, seit kurzem öffentlich diskutierte Phänomen der Frühbegabung kommentieren die Beiträge von A. Niedermann und M. Stamm.
Neue Aspekte des grossen Gegenwartthemas “Buch und Medien” greifen die Aufsätze von D. Ammann, B. Dolle-Weinkauff und M. Wechsler auf, und M. Christen berichtet im Interview von ihren Erfahrungen mit dem Grundproblem, wie Spracherziehung in unseren Schulen gestaltet werden kann, wenn mehr als die Hälfte der Kinder in anderen Muttersprachen zuhause ist.
Barbara Helbling, Denise von Stockar, Anna Katharina Ulrich