Dieser Beitrag hat das Ziel, am Beispiel des Bilderbuchs «Quand mon chat était petit» von Gilles Bachelet einen innovativen didaktischen Ansatz (das «fragmentarische» Lesen) zu beschreiben, und seine Wirkungen auf die interpretativen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern der 1./2. bzw. 5. Primarstufe zu verstehen. Der Vergleich der beiden Altersgruppen fördert eine Kontinuität und einen Bruch zutage: Einerseits findet sich bei den jüngeren und älteren Kindern ein vergleichbares interpretatives Vorgehen, beim dem sie sich auf die gleichen Inhalte beziehen und die gleiche Strategie der Hypothesenbildung und -überprüfung anwenden. Andererseits gelingt es nur den älteren Kindern, den Verlauf der zukünftigen Handlung vorwegzunehmen.
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