Der Beitrag erläutert die Ergebnisse einer Untersuchung zur Förderung des Leseverstehens mit dem Modell des Lesezirkels, die im Kanton Waadt zwischen 2007 und 2009 in 5. und 6. Harmos-Klassen durchgeführt wurde. Aus der Perspektive der kognitiven Psychologie verdeutlicht die Untersuchung den Leseverstehens-Prozess von Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Lesestrategien. Der Artikel zeigt, wie individuelles Text-Verständnis mit Hilfe von Instrumenten erarbeitet wird, die im Rahmen expliziter Strategievermittlung erworben wurden, und er macht die wichtige Rolle des Austauschs im Rahmen von Lesezirkeln klar. Diese Art der Leseförderung führt zu einem besseren globalen Verständnis des Textes, zu einer grösseren Autonomie der Lesenden, zu einem stärkeren persönlichen Engagement und zur Entwicklung von transversalen Fähigkeiten wie Zusammenarbeit, Kommunikation und Lernstrategien, die auch im PER (plan d’études romand), dem neuen Lehrplan der französischsprachigen Schweiz als Lernziele vorgegeben werden.
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