Interkulturelle Bibliotheken haben eine lange Erfahrung beim Aufbau kultureller Beziehungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Sprachregionen. Was tun, wenn diese Menschen unsere Gesellschaft und Schriftkultur verstehen und darin einen Platz finden wollen, diese Gesellschaft aber (noch) nicht fähig ist, zu erkennen, dass sie im Gegenzug für diese Integration auch ganz viel bekommt?
Wenn die interkulturellen Bibliotheken über ihre Zukunft nachdenken und dabei die Aufmerksamkeit auf bestimmte Details lenken, von Unterschieden und Begegnungen sprechen, die sie jeden Tag erleben und den Blick vom «Ausländer» der etwas will, zum «Ausländer», der etwas zu geben hat, richten, tragen sie zweifellos zur Debatte über die Zukunft der Bibliotheken im Allgemeinen bei.
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