Welche Rolle spielen literarische Gattungen für das Verstehen und Interpretieren von Texten am Ende der Primarschule (mit Schülerinnen und Schülern im Alter von 10-12 Jahren)? In diesem Artikel werden – gestützt auf Analysen von Lehrmitten, Gespräche mit Lehrpersonen und Unterrichtsbeobachtungen – Praktiken und Bedeutungen der Arbeit mit literarischen Gattungen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass gewisse Gattungen bevorzugt und andere vermieden werden. Es werden explizite, implizite und approximative Formen architextueller und intertextueller Konventionen eingesetzt, um eine Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihren textsortenspezifischen Lesevorlieben, Lesegewohnheiten und Leseurteilen anzuregen. Diese Praktiken charakterisieren den Metatext und die Leseaktivitäten, die bei schulischen Literaturgesprächen generiert werden.
Weiterlesen im PDF (FR)lffl