Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis

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Frühkindliche Literalitätsentwicklung mit einem textlosen Bilderbuch fördern. Zu den Strategien erwachsener 'Vorleser'.

aus der Nr. 2023 | 2 zum Thema «Literalität und nachhaltige Entwicklung»

Linda Stark , Benjamin Uhl

Theoretiker und Praktiker scheinen einig darin, Vorlesesituationen als spezifischen Input in der Literalitätsentwicklung zu betrachten. Vor allem in Hinblick auf den Zugang zu konzeptionell schriftsprachlichen Formen, der Kindern durch den in die Mündlichkeit übertragenen Bilderbuchtext bereitgestellt wird, erscheinen Vorlesesituationen als wichtige Ergänzung des alltäglichen Sprachangebots. Inwiefern jedoch die Rezeption von Bilderbüchern, die keinen Text enthalten, der Literalitätsentwicklung zuträglich sein kann, ist theoretisch und empirisch weitestgehend ungeklärt. Diesem Desiderat folgend wurden in dem Beitrag fünf Vorlesegespräche zwischen Kindern (Alter 2;3 bis 5;6) und jeweils einem erwachsenen Interaktionspartner analysiert. Hierbei konnten bestimmte Strategien identifiziert werden, die die Erwachsenen nutzen, um die Kinder in ihrer Literalitätsentwicklung zu fördern. Das besondere Anliegen des Beitrags ist es, aufzuzeigen, dass diese Strategien nicht willkürlich zum Einsatz kommen, sondern in einem Zusammenhang mit dem kindlichen Entwicklungsstand stehen.

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