Bereits vor Einschulung kommen Kinder auf vielfältige Weise mit Schriftlichkeit in Berührung. Der Beitrag widmet sich der Frage, inwieweit anhand medial mündlicher Sprachproduktionen kindliche Einsichten in Literalität rekonstruierbar sind. Hierzu gibt er im ersten Teil einen Überblick über bisherige Konzeptionen des frühen literalen Lernens und arbeitet an diesen die Bedeutsamkeit des Erzählerwerbs für die Aneignung von Literalität heraus. Im zweiten Teil werden erste Ergebnisse einer Pilotstudie berichtet, in deren Zentrum der Gebrauch literaler Formen und Selbstkorrekturen in elizitierten Erzählungen Sechs- bis Siebenjähriger steht. Insgesamt wird deutlich, dass es sich um eine von Beginn an aktive und in Ansätzen bereits bewusste Auseinandersetzung der Kinder mit Merkmalen konzeptioneller Schriftlichkeit handelt.
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