Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis

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Der (Schön-)Schreibunterricht zwischen Technikerwerb und Arbeitshaltung – zur Genese eines neuen Schulfachs

aus der Nr. 2023 | 2 zum Thema «Literalität und nachhaltige Entwicklung»

Thomas Lindauer , Karin Manz

Im Beitrag werden Kontinuitäten und Brüche in der Genese des Schulfaches Schönschreiben in der Zeit von 1830 bis heute aufgezeigt. Es werden dabei einerseits die technischen Fertigkeiten bzw. die mit dem Schreiben verbundene Beherrschung der Schreibwerkzeuge dargestellt, andererseits die Instrumentalisierung der mit dem Schönschreiben vermittelten Lerninhalte bzw. die sekundären Lernziele im Hinblick auf die personalen Eigenschaften sowie Haltungen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Unterrichtsgegenstand Schönschreiben in der modernen Volksschule als Bedingung für jeglichen weiteren Unterricht zwar seinen unbestrittenen Platz hatte, die Zuordnung im Curriculum sich jedoch erst allmählich festigte und dadurch (Schön-)Schreiben als separates Schulfach etabliert wurde. Die präsentierten Erkenntnisse sind im Kontext eines durch den Schweizerischen Nationalfonds geförderten Sinergia-Projektes zur «Transformation schulischen Wissens seit 1830» (CSRII1_160810) in Zusammenarbeit der Universitäten Zürich und Genf sowie der Pädagogischen Hochschulen FHNW, Tessin und Zürich entstanden.

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