Der Artikel befasst sich mit Französisch-Schulbüchern, die an den Waadtländer Primarschulen im 19. Jahrhundert verwendet wurden, und mit ihren AutorInnen. Es wird untersucht, wie sich Schulfibeln («ouvrages élémentaires») während eines Jahrhunderts zu Lehrmitteln («manuels scholaires») entwickeln, die einen koordinierten Unterricht ermöglichen, vom Staat finanziert werden und allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen.
Zudem wird herausgearbeitet, wie sich die Autorenschaft dieser Werke verändert: Um 1800 wurden sie noch von Freunden der Kindheit («amis de l'enfance») verfasst, später von Lehrpersonen und schliesslich von staatlich mandatierten ExpertInnen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bilden sich dann die eigentlichen Schulbücher heraus, deren Inhalte segmentiert, didaktisiert und progressiv organisiert sind. Diese Entwicklungen der Werke und AutorInnen zeugen von der Didaktisierung des Französischunterrichts und seiner Herausbildung als Schulfach im 19. Jahrhundert.
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