Die Zusammensetzung der Schulklassen in Europa wird vielfältiger. Diese Vielfalt verändert das Berufsbild der Lehrerinnen und Lehrer, bietet aber auch neue Entwicklungsmöglichkeiten. Der vorliegende Beitrag entwickelt die These, dass man mit der Nutzung von Instrumenten anfänglich unterschiedlicher Paradigmen – multimodalen Ansätzen aus der Sozialsemiotik und Arbeiten zur Mehrsprachigkeit aus der angewandten Linguistik – ein besseres Verständnis der Schwierigkeiten und Fragen gewinnt, die sich aus der Vielfalt der Klassen für die Lehrpersonen besonders bei ihrem Berufseinstieg ergeben. Ausgehend von der Analyse einer ersten Französischlektion in einer internationalen Klasse und einem dreisprachigen Unterrichtskontext unternimmt der Beitrag den Versuch einer ersten Verortung dieser Schwierigkeiten. Fünf Herausforderungen werden speziell erwähnt (die Differenzierung, das Erkennen der semiotischen Arbeit, die Evaluation, das Erkennen der Sprachrepertoires der Schülerinnen und Schüler und die sprachlichen Kompetenzen der Lehrpersonen). Die Verortung wird als notwendige Voraussetzung verstanden, um die Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung der Lehrpersonen in einem heterogenen sprachlichen Kontext breiter zu reflektieren.
Weiterlesen im PDF (FR)lffl