Seit 2002 verfolgt die interkulturelle Bibliothek LivrEchange in Freiburg das Ziel, das Lesen, die sprachliche und kulturelle Vielfalt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Sie arbeitet mit Globlivres in Renens zusammen, mit der sie Werte und Betriebsform teilt. LivrEchange ist Mitglied des Dachverbands Interbiblio, dem 22 interkulturelle Bibliotheken in der ganzen Schweiz angeschlossen sind.
Die Mitbegründerin der interkulturellen Bibliothek des Kantons Waadt, Monica Prodon, weist darauf hin, dass eine interkulturelle Bibliothek eine wichtige gesellschaftliche Funktion als Ort der Integration erfüllt, wo die Sprachen und Kulturen als wesentliche Elemente der Identität jedes Menschen anerkannt und gewürdigt werden. Die Betriebsform der Bibliothek motiviert zudem zu einer aktiven Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer und vermittelt ihnen ein Gefühl der Zugehörigkeit, was für die gesellschaftliche Einbindung unerlässlich ist. (Prodon, 2017, S.131)
In diesem Beitrag wird mit dem Projekt «Passeurs de langue et d’histoires» (Sprachvermittler und Geschichtenerzähler) gezeigt, in welcher Form die Bibliothek sich mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt auseinandersetzt. Seit 2018 wird ein Teil dieses Projekts vom Bundesamt für Kultur unter dem Namen
«Amahoro 2018: visites des bibliothèques interculturelles» unterstützt.