Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis

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Zwei besondere Formen des Schüler-Erwachsenen-Diktats und damit verbundene Möglichkeiten zur Differenzierung

aus der Nr. 2023 | 2 zum Thema «Literalität und nachhaltige Entwicklung»

Mégane Aebischer , Loriana Cuennet , Véronique Marmy Cusin

Der Beitrag beschreibt zwei unterschiedliche Formen des Schüler-Erwachsenen-Diktats in einer 1H-2H-Klasse sowie die individuellen Anpassungen an die einzelnen Schülerinnen und Schüler. In der Beobachtung von zwei erfahrenen Lehrerinnen und mit einem Gespräch in überkreuzter Selbstkonfrontation können bewusste oder unbewusste Praktiken sowie die Anpassung jedes Diktats an die einzelnen Schülerinnen und Schüler beschrieben werden. Die beobachteten Diktatsituationen halten sich ziemlich genau an das in der Theorie vorgeschlagene Vorgehen, auch wenn es kleine inter- und intraindividuelle Unterschiede gibt. Die beiden gefilmten Lehrerinnen nutzen diese besondere Situation, um zu differenzieren und den Bedürfnissen der einzelnen Schülerinnen und Schüler Rechnung zu tragen. Sie regulieren ihr Vorgehen, indem sie sich den tatsächlichen oder vermuteten Bedürfnissen anpassen (interaktive Regulierung), was bisweilen auch unbewusst geschieht.

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