Das Junge Literaturlabor JULL in Zürich (seit 2015) ist eine der ersten Kulturinstitutionen, die sich ausschliesslich Projekten „kultureller Teilhabe“ mit Kindern und Jugendlichen widmet. Am Beispiel des JULL lässt sich nicht nur zeigen, dass Jugendliche aus sogenannt bildungsfernem Umfeld in der globalisierten, digitalisierten Medienwelt einen privilegierten Platz einnehmen, sondern auch, wie sie diese Position sprachlich innovativ nutzen können. Gleichzeitig wird in der Arbeit des Jungen Literaturlabors aber auch spürbar, wie stark die Definitionsmacht der Hochkultur auf Projekte kultureller Teilhabe einwirkt und welche Gefahren und Missverständnisse daraus entstehen können.
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