In folgendem Beitrag wird ausgehend von Schüler- und Lehrerfragebögen aus der Pilotierung für die österreichische Bildungsstandardüberprüfung (BIST) im Fach Deutsch, 4. Schulstufe, im April 2018 der Frage nachgegangen, wie häufig Lautleseverfahren, Lesestrategietrainings und Leseanimation im Unterricht an österreichischen Volksschulen (= Primarstufe) eingesetzt werden und inwieweit der Einsatz der ausgewählten Leseverfahren an die Leseleistung der Klassen angepasst wird. Ähnlich wie in bereits vorliegenden Untersuchungen auf Basis von PIRLS 2016 in Deutschland und Österreich wird gezeigt, dass keine Anpassung der Verfahren an die Leseleistung der Klasse erfolgt. Die Förderung basaler Lesefertigkeiten bleibt damit in österreichischen Volksschulen etwa 15 Jahre hinter den Empfehlungen der deutschsprachigen und etwa 40 Jahre hinter den Empfehlungen der angloamerikanischen Lesedidaktik zurück.
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