Die Handlungen von kleinen Kindern sind bisweilen überraschend, namentlich wenn sie von selber etwas in Angriff nehmen, was von ihnen noch nicht erwartet wird, zum Beispiel wenn sie mit Lesen und Schreiben schon vor der Schulzeit beginnen. Über diese spontanen Aktivitäten im familiären Umfeld hinaus und als Brücken zwischen Familie und Schule im Hinblick auf Schulerfolg, befasst sich unser Beitrag mit Praktiken der Literalität in einem Kindergarten in der französischen Schweiz. Lehrpersonen und Studierende der Pädagogischen Hochschule haben den 4-jährigen Kindern Angebote zur schrittweisen Aneignung von Lesen und Schreiben gemacht. Mit Bezeichnungen wie «Neu-LeserIn-SchreiberIn-Werden» motivieren sie die Kinder, sich ganz in die vorgegebenen Situationen hineinzuversetzen. Ähnliche Aneignungsprozesse sind auch beim Erwerb der französischen Sprache bzw. bei Mathematik zu beobachten.
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