Schreiben gilt als probates Mittel des Wissensaufbaus und der Wissensanwendung und damit als lernförderlich. Bei näherer Betrachtung erweist sich Schreiben allerdings nicht als homogenes Konstrukt des Fachlernens, sondern als komplexer Gegenstand mit verschiedenen Zielen, spezifischen lernrelevanten Prozessen und divergierender Effektivität. Der Beitrag widmet sich einer Möglichkeit, dieser Heterogenität analytisch zu begegnen. Mittels der revidierten Lernziel-Taxonomie von Bloom lassen sich Wissensarten und kognitive Prozesse kombinieren, um dadurch das Anforderungsprofil und die Ziele von Lernaufgaben zu bestimmen. Ausgehend von der Vorstellung der Taxonomie und der Explikation ihres potenziellen Nutzens für didaktische Zwecke beim Lernen mithilfe des Schreibens wird der Ertrag in drei Analysen prototypischer und gleichwohl unterschiedlicher Lernaufgaben verdeutlicht.
Weiterlesen im PDF (DE)lffl