Nach einer anfänglichen Analyse der Unterschiede zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit werden in diesem Artikel Forschungsarbeiten vorgestellt, die sich mit den besonderen Aspekten des schriftlichen Verfassens befassen, das nicht mehr als eine Praxis verstanden wird, die auf ein "Produkt" abzielt, sondern als kognitiver Prozess, der sich in einer Diskurspraxis niederschlägt.
Im zweiten Teil des Artikels werden zur Untermauerung der theoretischen Ausführungen "Alltagsfragmente" vorgestellt: von den Autorinnen entworfene und in der Schule umgesetzte Arbeitsvorschläge, anhand derer sie veranschaulichen, wie, zu welchen Zwecken und auf welche Weise man mit den Lernenden am schriftlichen Ausdruck arbeiten kann. Ziel dieser Fragmente ist es nicht, dem Leser einen Weg aufzuzeigen, den er im Unterricht neu beschreiten kann, sondern vielmehr den Nachweis zu erbringen, dass in jeder Schulstufe und in jeder Klasse "gute" Schreibpraktiken angewandt werden können, die den Lernenden nicht nur beim Schreiben, sondern vor allem beim Schreibenlernen helfen.
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