Der Beitrag behandelt die Leseprozessbestandteile einer literarästhetischen Rezeption und ihrem Bezug zum Textverständnis. Obwohl Lektüre insbesondere im Hinblick auf das literarische Lernen als Prozess aus subjektiven, affektiv-emotionalen Handlungen aufgefasst wird, die in einem Wechselspiel mit reflexiv-kognitiven Handlungen stehen, bleibt in fachwissenschaftlichen Kontexten häufig die Beachtung der basalen Leseprozessebene im Hintergrund. In der Praxis hingegen scheint diese eine zentrale Voraussetzung für die Zugänge zum erfolgreichen Lesen zu bilden, so gewinnen Lesestrategien zur kognitiven Gliederung und zum Leseverstehen durch die PISA-Ergebnisse 2018 wieder an Relevanz (Sälzer, 2021, S. 9). Zur Diskussion steht, wie entscheidend das basale Textverständnis für eine genussvolle und vertiefte Lektüre literarischer Texte ist. Zunächst wird der Begriff der literarästhetischen Rezeption näher erläutert und in ein Verhältnis zum Textverständnis gesetzt. Anschliessend werden literarästhetische Rezeptionsprozesse modelliert und Implikationen für die Schulpraxis aufgezeigt.
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