Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis

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Interkulturalität, sprachliche Vielfalt und «Alte Sprachen»

aus der Nr. 2023 | 2 zum Thema «Literalität und nachhaltige Entwicklung»

Antje-Marianne Kolde

Während die Verbindung zwischen antiken und modernen Sprachen von Lehrpersonen oft thematisiert und in Lehrmitteln hervorgehoben wird, finden Latein und Griechisch weder im GER (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen) noch im RePA (Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen) unter den Aspekten Interkulturalität und Mehrsprachigkeit Erwähnung.

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, inwiefern diachrone Sprachbetrachtung den Aufbau mehrsprachiger und plurikultureller Kompetenzen fördert.

Im ersten Teil werden einige Aktivitäten aus einem Lehrbuch vorgestellt und analysiert, das im Kanton Neuenburg (CH) im Rahmen des Unterrichtsmoduls «Langues et cultures de l’Antiquité» eingesetzt wird. Das Modul verfolgt das Ziel, Schüler:innen für Parallelen und Unterschiede zwischen antiken und modernen Sprachen und Kulturen zu sensibilisieren.

Im zweiten Teil kommen zwei Lehrpersonen zu Wort: Sie legen dar, wie sich der Einbezug von Griechisch und Latein im Unterricht auf die Entwicklung mehrsprachiger und plurikultureller Kompetenzen bei den Schüler:innen auswirkt. Die Schlussfolgerung enthält eine Bilanz sowie eine Reihe von Anregungen.

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