Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis

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Spiel, Imagination und literarische Fiktion

aus der Nr. 2023 | 2 zum Thema «Literalität und nachhaltige Entwicklung»

Bruno Védrines

Der Beitrag zielt darauf ab, einige Merkmale spielerischer Praktiken im schulischen Umfeld herauszuarbeiten. Er vergleicht zwei Beispiele von Spielen für den Zyklus 1 (für 4-5-Jährige) mit einem Spiel für die 3. Klasse einer Fachmittelschule (am Ende der Schullaufbahn, 18-19-Jährige). Die Analyse erfolgt im Wesentlichen mithilfe der vom Psychologen L. S. Vygotskij entwickelten konzeptuellen Instrumente. Seine Arbeit über die Vorstellungskraft liefert erhellende Einblicke zum Verständnis der psychologischen Entwicklung durch den Einsatz von Spiel und Fiktion im Unterricht. Über eine einfache Analogie zwischen der imaginativen Funktion des Spiels und der imaginativen Funktion von Fiktionen hinaus ist es interessant, sich der Fragestellung von zwei Seiten aus zu nähern: vom Ausdruck und der Beherrschung von Gefühlen und dem Verhältnis zwischen der Fiktion und dem Realen, wobei der Übergang vom einen zum anderen nach Vygotskij erst dann möglich ist, wenn ein Kind fest in dem verankert ist, was er als "grosse Realität" bezeichnet. 

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