Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis

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Literales Lernen mit digitalen Medien

Bis vor kurzem befand sich die Schule, was die von ihr vermittelten Praktiken betraf, in weitgehender Übereinstimmung mit gesellschaftlichen Praxen. Mit der globalen Verbreitung interaktiver, digitaler Medien als Kommunikations- und Darstellungsmittel verändern sich nicht nur die sozialen Organisationsformen und die Formen der persönlichen Interaktion, auch die Schule ist herausgefordert. Sie muss ihre Aufgaben im Hinblick auf die digitalen Entwicklungen neu überdenken und sich damit auseinandersetzen, dass neue Nutzungsweisen, wie sie das Internet ermöglicht, ihre traditionelle Rolle als Vermittlerin kultureller Normen und Hierarchien in Frage stellen. Mehr

  • In diesem Beitrag berichten wir von Analysen zum Handeln von Lehrpersonen und SchülerInnen im Zusammenhang mit der digitalen Schreib- und Leseplattform «myMoment»: Wir befassen uns mit der Frage, wie Lehrpersonen digitale, vernetzte Medien in den Sprachunterricht integrieren, und wie Mädchen und Jungen in diesem Setting das Schreiben und den Umgang mit Texten angehen. Grundlage bilden die empirischen Daten aus der vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Interventionsstudie mit dem Kurztitel «myMoment2.0». Sie zeigen, dass sich die Arbeit mit der Plattform für den Schreibunterricht bewährt. Auf der Basis dieser Daten können auch Befürchtungen zerstreut werden, dass das freie Schreiben und die unkorrigierten Texte auf der myMoment-Plattform die schriftsprachlichen Fähigkeiten der SchülerInnen negativ beeinflussen würden. Was die Unterrichtsorganisation anbelangt, wird deutlich, dass die Integration von myMoment in den Unterricht für einen Teil der Lehrpersonen eine Herausforderung darstellt.

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